Das Hotel-Weinhaus Petry wird Ostern von Walter und Elfriede Petry eröffnet. Dieses Haus wurde 1895 von Herrn Kohlbecher, dem Opa Walter Petry´s, als Hotel Kohlbecher mit 8 Gästezimmern gebaut.
1948 heiratete Walter Petry (geboren 1920 als zweiter Sohn von Jakob und Maria Petry aus dem Weingut Petry in Treis) und Elfriede Beckenkamp (geboren 1926 als älteste Tochter von Peter und Luzia Beckenkamp aus dem Hotel-Weinhaus Stiftstor hier in Karden). Ihre Tochter Marlies kommt 1949 zur Welt.
Geschichte
1956
1958
Der Jungkoch Hans-Günter Bell (geboren 1940) wird zum Beginn der Saison am 1. März eingestellt.
1959
Der Sommer ist besonders heiß. Da die Mosel kaum Wasser hat, können sogar Autos durch die Mosel fahren. Morgens wird den Gästen Wasser in Eimern zum Waschen auf die Zimmer gebracht. Um mehr Gäste unterbringen zu können wird das Kelterhaus – später Stammhaus – für zusätzliche Hotelzimmer umgebaut.
1960
In der ersten Etage des Stammhauses werden ein Zimmer mit Bad und WC, sowie zwei Zimmer mit Dusche eingerichtet.
1961
Im Januar erschüttert der plötzliche Tod von Walter Petry mit 40 Jahren die ganze Familie. Elfriede Petry ist erst 34, Marlies ist 11 ½. Trotz des Schicksalsschlages gehen die Umbauarbeiten im Stammhaus weiter.
1964
Elfriede Petry heiratet Dr. Heinz Vogel.
1966
Marlies Petry besucht die Hotelfachschule Speiser am Tegernsee – sie verlobt sich Weihnachten mit Hans-Günter Bell.
1967
Der Weinkeller wird zum „Zwitscherkeller“, dem heutigen Schloßkeller umgestaltet.
1968
Im November feiern Marlies Petry und Hans-Günter Bell Hochzeit. Marlies, nun Frau Bell, macht die Gesellenprüfung zur Hotelfachfrau.
1969
Weitere Umbauten: die Küche wird verlegt, die erste Hotelhalle entsteht und eine kleine Rezeption wird eingerichtet. Hans-Günter Bell macht die Meisterprüfung, Sohn Oliver wird geboren.
1971
Das Haus, die „Gemütliche Ecke“ in Treis wird gepachtet, Marlies Bell übernimmt die hier vorhandenen 20 Betten, sie werden vom Hotel in Karden mitbelegt. Die Gaststätte wird Stammlokal des Treiser Fußballvereins.
1978 Das Schloss
Zwischen 1241 und 1286 wird ein Schloss durch Archidiakon Heinrich von Bolanden erbaut. Im 15. Jahrhundert erfolgt die Umwandlung in ein Kloster der Franziskanerinnen aus Besselich, die mehr als 330 Jahre in Karden bleiben. In den Jahren 1715 bis 1719 erhält die Klosteranlage ein repräsentatives dreigeschossiges Wohnhaus sowie eine Kapelle und ein neues Wirtschaftsgebäude.
Im Zuge der Französischen Revolution erfolgt die Aufhebung des Klosters. Die Schwestern werden verdrängt, und der klösterliche Besitz kommt zur Versteigerung. Aus dem ehemaligen Kloster wird ein Hospital, das von einer Schwesternschaft der Borromäerinnen geführt wird. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts werden die Schwestern wegen des Kulturkampfes durch die preußische Regierung aus Karden hinausgedrängt. Das alte Klostergebäude wird zum Kreiswaisenhaus – weiterhin in der Obhut von Ordensschwestern.
Im Jahre 1861 ist vorübergehend die Volksschule untergebracht; 1904 übernehmen Vinzentinerinnen die Leitung bis 1932. In diesem Jahr erwirbt der Caritasverband das Gebäude und nutzt es als Altersheim. Im zweiten Weltkrieg wird ein Müttererholungsheim mit Nähschule eingerichtet, 1945 quartieren sich die Alliierten ein.
1950 zieht die Wirkwarenfabrik von Fritz Heinig im Haus ein. 1978 gibt die Familie Heinig das Unternehmen auf und das Schlösschen steht zum Kauf.
Nach langen Überlegungen entschließt sich Frau Vogel zum Kauf des Schlösschens.
In diesem Gebäude entstehen 29 Zimmer mit Dusche und WC, die alle mit dem Lift erreichbar sind. Das Herzstück des Hauses ist nun der Rittersaal. Der Schloßsaal wird gebaut, eine Kegelbahn und die neue Rezeption mit Büro entstehen. Der erste Tanztee findet im Schloßsaal statt. Im Hotel ist jetzt genug Arbeit für alle Familienmitglieder und Marlies Bell kommt nach Karden zurück.
Das Hotel-Weinhaus Petry wird in Schloß-Hotel Petry umbenannt.
1985
Im Stammhaus werden alle Zimmer renoviert und mit Dusche und WC ausgestattet. Auch hier wird jetzt ein Lift eingebaut.
1986
Oliver Bell beginnt seine Kochlehre im Hotel Arosa in Ochtendung,
1988
Die Familie wird durch Jan Vos (geboren 1926 in Mol/Belgien, Lebensgefährte von Elfriede Vogel) bereichert; er hilft und repariert überall in Haus und Garten.
1990
Mit der Note Eins beendet Oliver Bell seine Kochlehre. Die Schülerin Judith Schwarz sucht eine Stelle als Aushilfe für die Sommerferien, arbeitet im Housekeeping und als Küchenhilfe. Schnell ist klar, dass sich die beiden gut verstehen. Bevor sie 1996 heiraten, erweitern beide in verschiedenen Häusern wie Die „Ente vom Lehel“ im Nassauer Hof in Wiesbaden, „Steinheuer’s Restaurant Zur Alten Post“ in Bad Neuenahr-Heppingen und in der „Sonnenalp“ in Sonthofen-Ofterschwang ihre Berufserfahrungen.
1993
Judith Schwarz absolviert Ihr Betriebswirtschaftsstudium an der Berufsakademie Heidenheim als Diplom-Betriebswirtin (BA). Im September wird sie zur Gebietsweinkönigin Mosel – Saar – Ruwer 1993/94 gekrönt.
1994
Das alte „Pfarrhaus“ hinter dem Stammhaus wird gekauft.
1995
Mit einem ersten Sommerfest wird das 100 jährige Bestehen des ursprünglichen Hotels Kohlbecher gefeiert.
1996
Nach erfolgreichem Abschluss der Meisterschule ist Oliver Bell nun Küchenmeister. Im November heiraten Oliver Bell und Judith Schwarz.
1997
Der Stammhalter Lukas wird geboren.
Nach Abbruch des alten Pfarrhauses entsteht an dessen Stelle das Haus Kohlbecher mit 19 Komfortzimmern, 5 Tagungsräumen, einer Tiefgarage mit 14 Stellplätzen und einem Wellnessbereich mit Sauna, Whirlpool, Solarium, Infrarotkabine und Fitnessraum. Die Hotelhalle mit Rezeption wird umgebaut und der Veranstaltungsraum Schloßstube entsteht
1998
Judith Bell legt die Prüfung zum Hotelmeister ab.
1999
Tochter Antonia kommt zur Welt.
2004
Unser Nesthäkchen Franziska wird geboren.
2007
Der große Schloßsaal wird zu einem großzügigen Bankettraum umgestaltet. Hier können nun Tagungen mit modernster Technik durchgeführt werden und die computergesteuerte Musikanlage mit Lichttechnik erzeugt ganz neue Klangerlebnisse. Aus der Terrasse wird ein Wintergarten, um unseren Gästen zu jeder Jahreszeit den Aufenthalt „im Freien“ zu ermöglichen. Die Hotelhalle wird einladender und es entsteht eine Lounge mit offenem Kamin zum Verweilen.
2010
Im Stammhaus entstehen sechs Zimmer mit der Kategorie „Superior“. Mit dem Komfort in diesen Zimmern steigen wir in ein neues Zeitalter der Hotelzimmer ein: die Box-Swing-Betten sind beste Wahl für Ihre Wirbelsäule. Der Geberit AquaClean vereint natürlichste Reinigung mit ausgesprochenem Komfort und elegantem Design.
2012
Für uns – ein ganz neuer Schritt ist die „Belle Etage“ – „Wellness, Wein & Wohlfühlen“ mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool, Wärmebänke mit Fußbädern, Eisbrunnen, Erlebnisdusche, Abendsonne – Infrarotkabine, Weinberg – Fitnessraum, die Räume Riesling und Rivaner für Massage, Spätburgunder für Bäder und Elbling für Kosmetik.
2013
Der Schloßkeller ist nach einigen Wasserschäden wieder für Weinproben und kleinere Gesellschaften hergerichtet.
† Am 6. Juli 2013 schläft unsere Omi Vogel nach langer Krankheit friedlich im Kreise der Familie ein.
2014
11 weitere Zimmer werden zur Kategorie „Superior“ mit Box-Swing-Bett, Aqua-Clean und Raindance umgebaut.
2016
† Jan Vos folgt Omi Vogel am 5. April 2016 im Alter von 89 Jahren. Lukas beginnt die Lehre zum Hotelfachmann im Hotel Engel in Baiersbronn-Obertal. Die Zimmer im Gästehaus werden renoviert und das Haus bekommt den neuen Namen Landhaus.
2017
Der hintere Teil der Weinstube wird aufgehellt.
2018
In der 3. Etage des Schlosses bekommen die Zimmer ein neues Ambiente.
2019
Absolviert Lukas als Jahrgangsbester seine Ausbildung zum Hotelfachmann mit Zusatzqualifikation Barmanagement. Der Fitnessraum weicht dem Raum Weißburgunder, der für Fußpflege genutzt wird.
2021/2022
Antonia und Lukas schließen die Ausbildung zum Hotelbetriebswirt mit Erfolg ab.
Die Whirlpools weichen der neuen Softsauna. (Abschlussarbeit von Lukas zum Hotelbetriebswirt)
2022
30 m³ Beton und Erde werden aus dem Haus entfernt und die kalte Küche bekommt mehr Raum und wird renoviert.
2024
Es ist geschafft in nur vier Wochen wird das Herzstück unseres Hauses die Hotelküche kernsaniert. Decken, Wände, Boden und der Herdblock werden erneuert.
2025
Antonia Bell heiratet nach 5 Jahren Zusammensein Johannes Niessner einen gelernten Dachdecker und super Handwerker für jedes Problem. Seit März heißt Sie nun Antonia Niessner. Im Juni wird Lukas Mitinhaber der Schloß-Hotel Petry OHG und unterstützen ab sofort die ältere Generation in jeder Hinsicht.
2026
Die 5. Generation steht in en Startlöchern. Alle freuen sich über die Geburt des neuen Familienmitglieds „Martha“. Die neue Mama Antonia wird im Juni Mitinhaberin des Hotels und die Familie Bell und Ihre Freunde und Gäste haben zwei Gründe zum Feiern.
Große Investitionen im digitalen Bereich werden getätigt.
Seit dem 03. März arbeiten wir mit einem neuen Hotelreservierungsprogramm. Damit gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung und Weiterentwicklung unseres Hotels. Bald folgt zudem ein weiteres Buchungsprogramm. Außerdem freuen wir uns, unsere neue moderne Website präsentieren zu können.